BABYMAHLZEIT.CH
Tipps zur idealen Ernährung

Stillen unterwegs

 Stillen unterwegs

Die Weltgesundheitsorganisation WHO, Ärzte und Hebammen sind sich einig: Die gesündeste Form ein Baby zu ernähren ist das Stillen. Wenn Du als Mutter Dein Kind also in den ersten sechs Lebensmonaten vollständig mit Muttermilch füttern möchtest, ist das ein unterstützenswertes Vorhaben, denn sie Milch schützt Neugeborene und Säuglinge davor Allergien zu entwickeln und enthält alle Nährstoffe in der jeweils notwendigen Konzentration und Menge.

Doch viele Mütter werden nach der Geburt schnell vom Alltag eingeholt. Sie müssen in ihren Beruf zurückkehren und ihren täglichen Pflichten nachgehen. Dann wird es unumgänglich, das Baby auch unterwegs zu stillen oder es mit abgepumpter Muttermilch zu füttern. Nachfolgend findest Du einige Tipps und Hinweise, wie Du diese Situation am besten meisterst.

Stillen in der Öffentlichkeit ist erlaubt

Darf ich mein Kind in einem Restaurant oder im Park stillen?
Diese Frage ist leicht zu beantworten: Es gibt in der Schweiz kein Gesetz, welches Müttern das Stillen in der Öffentlichkeit verbietet. Wenn Dein Kind also Hunger hat, darfst Du es füttern, auch wenn Du dafür pikierte Blicke erntest. Die meisten Frauen ziehen sich ohnehin in eine ruhige Ecke zurück, wenn sie ihr Baby stillen, schliesslich ist es für Mutter und Kind ein intimer Moment, der nicht unbedingt mit fremden Menschen geteilt oder durch eine unruhige Atmosphäre gestört werden soll.

In immer mehr öffentlichen Einrichtungen oder bei Ärzten, in Apotheken oder Restaurants entstehen zudem spezielle Stillorte, die öffentlich zugänglich sind und Dir die Möglichkeit geben, Dein Kind in Ruhe zu füttern. Damit Du Dich nicht zu sehr entblössen musst, bietet es sich an, wenn Du unterwegs einen Still-BH trägst.

Stillenden Müttern werden im Arbeitsrecht spezielle Privilegien gewährt

Für stillende Mütter gelten bestimmte Arbeitsschutzgesetze. Auch wenn Du nach der Geburt wieder Deinem Job nachgehst muss Dein Arbeitgeber es Dir zeitlich ermöglichen, Dein Kind in regelmässigen Abständen zu stillen oder ihm abgepumpte Muttermilch zu verabreichen. Bei einer täglichen Arbeitszeit von bis zu vier Stunden stehen Dir als Mutter mindestens 30 Minuten zum Stillen Deines Kindes zu. Arbeitest Du mehr als vier Stunden darfst Du 60 Minuten nutzen, um Dein Kind zu füttern und ab sieben Stunden Arbeitszeit stehen Dir sogar 90 Minuten zur Verfügung. Selbstverständlich hast Du daher auch das Recht, Deinen Arbeitsplatz innerhalb der genannten Zeitspanne zu verlassen um Dein Kind bei seiner Betreuungsperson abzuholen.

Wichtig: Diese Zeit gilt als bezahlte Arbeitszeit. Dein Arbeitgeber darf zudem nicht verlangen, dass Du die versäumten Stunden nacharbeitest oder sie Dir von Deinen Ferien abziehen.

Tipp: Immer mehr Arbeitgeber stellen stillenden Mitarbeiterinnen Stillräume zur Verfügung

Unternehmen und Betriebe sind angehalten, für stillende Mitarbeiterinnen sogenannte "Stillräume" einzurichten. Diese sollten ruhig gelegen und abschliessbar sein. Meist sind sie mit einem bequemen Stuhl oder einem Sofa ausgestattet. Idealerweise enthalten sie auch einen kleinen Kühlschrank, in dem Du abgepumpte Muttermilch unter hygienisch einwandfreien Bedingungen lagern kannst sowie eine Möglichkeit, die Milchpumpe anzuwachsen und den Fläschchenwärmer mit Strom zu versorgen. Wenn Du Dein Kind während der Arbeitszeit stillen oder mit abgepumpter Milch füttern möchtest, solltest Du dies Deinem Arbeitgeber möglichst frühzeitig mitteilen. So kann er sich darauf einstellen und prüfen, ob ein Stillräume eingerichtet werden kann, wenn dieser noch nicht vorhanden ist.

Bildquelle: Carin / freeimages.com

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

icon facebookicon twittericon googleicon rss