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Wenn Kinder das Essen verweigern

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Essen verweigern kind

Sophie ist vier Jahre alt und war schon immer sehr wählerisch, wenn es ums Essen ging. Gemüse mag sie nicht, lediglich Tomaten isst sie hin und wieder. Früher hat Sophies Mutter sich deshalb keine Sorgen gemacht, weil sie sich körperlich altersgerecht entwickelte und nicht untergewichtig war. Ausserdem zeigten viele Kinder in ihrem Bekanntenkreis ein ähnliches Essverhalten. In der letzten Zeit verweigert Sophie immer häufiger die Mahlzeiten jedoch komplett.

Nur Süssspeisen wie Eis, Pfannkuchen oder Puddings isst sie nach wie vor gerne. Weil Sophie trotzdem wächst, hat ihre Mutter das Gefühl, dass ihre Tochter immer dünner wird. Also kocht sie ausschliesslich Gerichte, die sich ihre Tochter wünscht. Sophies Vater findet das nicht richtig. Er besteht darauf, dass sie Mittags und Abends ein paar Bissen von den Mahlzeiten zu sich nimmt, welche die ganze Familie isst. Nicht selten eskaliert die Situation, einmal hat sich Sophie sogar übergeben. Ihre Mutter ist verzweifelt - ist ihre Tochter krank?

Das Essverhalten von Vorschulkindern darf nicht mit Zwang reguliert werden

Das oben beschriebene Beispiel ist sicherlich extrem, aber vielleicht findest Du als Mutter trotzdem Parallelen zu Deiner Familie. Was das Essverhalten angeht, so unterscheiden sich Vorschulkinder stark voneinander. Manche sind neugierig, wenn es darum geht neue, bisher unbekannte Speisen zu probieren, die meisten aber bevorzugen bekannte Gerichte. Und was ihnen einmal nicht geschmeckt hat, das lassen sie auf dem Teller liegen. Es gibt auch Kinder, die generell weniger Hunger zu haben scheinen und sprichwörtlich essen wie ein kleiner Spatz. Andere verschlingen riesige Mengen von ihren Lieblingsgerichten.

Grundsätzlich gilt: Ein Kind im Vorschulalter sollte bereits ein gutes Gefühl dafür entwickelt haben, was und wie viel es essen muss, damit es ihm körperlich und seelisch gut geht. Mit Zwang lässt sich wenig erreichen, ganz im Gegenteil. Essen soll Kindern Spass machen, es darf nicht zum Druckmittel werden.

Kein gesundes Kind hungert freiwillig

Andererseits solltest Du Dich als Mutter hinsichtlich der Nahrungsaufnahme auch nicht erpressen lassen. Im oben aufgeführten Beispiel verweigert das Kind die Nahrungsaufnahme nicht komplett, denn Süssspeisen sind ihm ja nach wie vor willkommen. Dieses Verhalten ist ein relativ sicheres Anzeichen dafür, dass das Kind nicht ernsthaft krank ist. Es hat lediglich gelernt was es tun muss, um seinen Willen durchzusetzen. Denn kein psychisch gesundes Kind hungert freiwillig. Es steckt also durchaus eine Taktik hinter Sophies Angewohnheit, Mahlzeiten zu verweigern. Sie zu zwingen Dinge zu essen, die sie nicht mag, ist allerdings auch keine Lösung. Besser wäre es, wenn die Eltern ihre Abneigungen gegen bestimmte Speisen einfach hinnehmen würden, ohne ihr aber gleichzeitig das Privileg zu gewähren sich immer ihre Lieblingsgerichte aussuchen zu dürfen. Dies fördert die Angewohnheit vieler Kinder, sich zu einseitig zu ernähren. Denn die Einsicht, dass zu viel Fett und Zucker ihrem Körper schadet, haben Kinder in diesem Alter in der Regel noch nicht.

Tipp: Die Anzeichen für eine ernste Erkrankung erkennen

Natürlich kann Nahrungsverweigerung bei Kindern auch im Zusammenhang mit einer wirklichen Erkrankung stehen. Es kann beispielsweise ein Magen-Darm-Infekt dahinterstecken, wenn ein guter Esser plötzlich seine Lieblingsspeise stehen lässt. Wichtig ist, dass Du als Mutter sensibel auf gravierende Veränderungen im Hinblick auf das Essverhalten Deines Kindes reagierst. Verweigert es mehr als zwei Tage lang jede Form der Nahrungsaufnahme, kann auch eine psychische Erkrankung oder ein Trauma dahinterstecken. Ein Besuch beim Kinderarzt ist in diesem Fall dringend zu empfehlen, denn dieser wird zunächst herausfinden, ob nicht doch eine physische Krankheit die Ursache ist und Dich ansonsten möglicherweise an einen Kinderpsychologen überweisen.

Bildquelle: Klaus Steves  / pixelio.de

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